Wieder ein Projekt am Bürger vorbei – Baumaßnahme "Am Alten Bahnhof"

Leserbrief zur Baumaßnahme der Fa. CeBus „ Am Alten Bahnhof“ in Lachendorf

Anfang Dezember 2025 erfuhren die Anlieger der Straßen Römerweg und Am Bahnhof von der Baumaßnahme der Fa. CeBus, die hier einen Busparkplatz mit Aufenthaltscontainern bauen will. Die Anlieger waren und sind der Meinung, dass dies der falsche Ort für eine derartige Ansiedlung ist. In einer Entfernung von ca. 500 Metern gibt es die Ampelkreuzung Bahnhofstr./Oppershäuser Str. mit immer wieder großen Rückstaus.

Hier befindet sich auch die Anlieferung der Fa. Drewsen, die Zuwegung zur Fa. Drewsen, mit der Einfahrt in den Gockenholzer Weg.

Durch den Neubau des Biomassekrsftwerkes der Firma gibt es in naher Zukunft eine zusätzliche Verkehrsbelastung von 25 – 30 Lkw’s, welche die Fa. Drewsen mit den entsprechenden Grundmaterialien beliefern werden.

Diese Situationen rufen starke Verkehrsbehinderungen auf der Bahnhofstr. bzw. Celler Str. hervor. Und jetzt sollen auch noch Busse vom Römer Weg in die Bahnhofstr. einfahren.

Diesbezüglich wurde die Gemeinde Lachendorf (Gemeindedirektorin Frau Suderburg und Bürgermeister Ostermann) von den Anliegern angeschrieben; es wurden andere Standortvorschläge für den geplanten Busparkplatz unterbreitet.

Das Anschreiben erfolgte im Dezember 2025 und wurde weder von Frau Suderburg noch von Herrn Ostermann bis zum heutigen Tage beantwortet.

Zwischenzeitlich wurde die Baugenehmigung am 19.02.26 durch den Landkreis Celle erteilt und die Fa. CeBus fällte noch vor Ende Februar ca. 20 Bäume. Darüber wurden die Anlieger vorab nicht unterrichtet.

Am 16.03.26 hatte die Gemeinde Lachendorf zur Ratssitzung eingeladen, zu der auch Anlieger rund um den alten Bahnhof anwesend waren. Ich nahm ebenfalls an der Sitzung teil.

  • Die Anlieger brachten nochmals ihre Bedenken zum Ausdruck:
  • Wertverlust ihrer Immobilien
  • Ruhestörung
  • Verkehrssituation an der Bahnhofstr.
  • Standortfrage

Sie verbanden dies mit der Frage, warum die Gemeinde diesbezüglich nicht tätig geworden ist. Frau Suderburg beantwortete diese Frage damit, dass man von dieser Maßnahme nichts wusste.

Herr Ostermann führte weiter aus, dass zwischen dem Grundeigentümer (SinON ) und der Fa. CeBus ein privatrechtlicher Vertrag geschlossen wurde und man aus diesem Grund keine weiteren Möglichkeiten mehr habe.

Als anwesender Bürger stellte ich die Frage: „Wurde die Gemeinde in irgendeiner Art und Weise beteiligt?“ Gemeindedirektorin Frau Suderburg antwortete: „Nein, wir sind nicht beteiligt worden.“

Bei der weiteren Nachfrage von mir wurde mir das Wort entzogen, weil ich nicht in der Gemeinde Lachendorf wohne.

Die Aussage von Frau Suderburg entspricht nicht der Wahrheit, denn auf Nachfrage beim Landkreis stellte sich heraus, dass die Gemeinde sehr wohl beteiligt wurde.

In der Samtgemeinderatssitzung am 19.03.26, als Frau Suderburg mit der Aussage des Landkreises zum Bauantrag der Fa. CeBus nochmals konfrontiert wurde, musste sie eingestehen, dass die Gemeinde doch beteiligt wurde.

Somit ist festzustellen, dass
a) die Gemeinde von ihrem Widerspruchsrecht keinen Gebrauch machte, mit dem sie das CeBus-Projekt hätte verhindern können,
b) am Bürger vorbei geplant wurde und
c) der große Frust der Anlieger nachvollziehbar ist.

Werner Meyer
Am Amtshof 3A
29355 Beedenbostel