Interessanter Waldrundgang der Unabhängigen Bürger - UB - in Lachendorf

Die Wählergemeinschaft Unabhängige Bürger - UB - in Lachendorf hatte am Samstag zu einem Rundgang durch den Wald zwischen Wiesenstraße und Südhang eingeladen. Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger fanden sich zu der Veranstaltung ein. Das war nach den Worten vom UB -Vorsitzenden Egbert Ehm ein sehr großer Erfolg. Die hohe Anzahl an Personen dokumentiert nach seinen Worten auch das starke Interesse an der Erhaltung dieses ortsnahen Waldes.


Der Rundgang begann am Kindergarten hinter der Grundschule und führte am Rande des Neubaugebietes Südhang zum Waldrand. Egbert Ehm begrüßte dort die Teilnehmer, darunter zahlreiche Eltern mit Kindern, junge Leute und Hundebesitzer. UB-Mitglieder hatten zuvor auf dem festgelegten Rundweg einen kleinen Waldlehrpfad mit fachkundigen Hinweisen ausgeschildert. UB- Fraktionskollegin Annette Urbanke gab im Verlauf des Rundgangs viele Informationen zu den verschiedenen Baumarten und die Kinder hängten ergänzend Namensschilder an die Bäume und zählten an einem Baumstumpf die Jahresringe um das Alter des Waldes zu bestimmen. Schnell konnte man erkennen, so Ehm, dass in diesem Wald außer Kiefern auch viele Laubbäume und Unterholz zu finden sind, was diesem Wald, im Vergleich mit anderen, eine besondere Ausstrahlung verleiht und er deshalb auch als Naherholungsgebiet und als „Grüne Lunge“ für Lachendorf erhalten bleiben muss.

Außer Kiefern, Fichten und Douglasien entdeckten die Rundgangsteilnehmer noch die Laubbaumarten: Stieleiche, Roteiche, Eberesche, Salweide, spätblühende Traubenkirsche, Faulbaum, Birke, Ahorn und vereinzelt sogar kleine Buchen.
Der Rundgang endete nach rund eineinhalb Stunden am Südrand einer großen Ackerfläche auf der Ostseite des Baugebietes Südhang. Die Teilnehmer wurden hier mit Sitzgelegenheiten und diversen kühlen Getränken versorgt.

Egbert Ehm wies auf die rund 8 ha große Ackerfläche hin und verdeutlichte, dass, falls es einen weiteren Bedarf an Bauplätzen geben sollte, hier ein neues Baugebiet entstehen könnte; dann hätte die Gemeinde hier eine Alternativ-Fläche und der Kauf des durchwanderten Waldes und dessen Abholzung könnten vermieden werden.
 Annette Urbanke erklärte, dass nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) die gesamte Abholzung eines gesunden Waldes nicht erlaubt sei. Ferner muss der Wald nach § 11 des Waldgesetzes ordnungsgemäß bewirtschaftet werden, dass bedeutet der Wald muss genutzt, verjüngt, gepflegt und geschützt werden.
Auf die Frage eines Bürgers, ob die Gemeinde, wenn sie den Wald kaufen würde, ihn dann auf Dauer erhalten könnte, antwortete Annette Urbanke: „Keine Gemeinde werde 30 ha Wald für mehrere Millionen Euro kaufen und ihn dann erhalten; zur Refinanzierung werde die Gemeinde aus dem Wald Bauland machen und d. h. im Klartext, der Wald werde nach und nach abgeholzt.“ Zum Abschluss trugen sich viele Teilnehmer in die vom UB-Mitglied Klaus Steinecke initiierten Unterschriftslisten für den Walderhalt ein (die Anzahl der Unterstützer ist damit aktuell auf über 750 gestiegen).

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